Cello

Alexander Gebert wurde 1977 in Warschau in eine Musikerfamilie geboren, die 1980 nach Finnland emigrierte.

Mit fünf Jahren begann er sein Cellostudium in der Klasse von Timo Hanhinen am Konservatorium in Turku.

1989 wurde er an die Sibelius-Akademie in Helsinki aufgenommen, wo Csaba Szilvay, Victoria Yaglig, Kazimierz Michalik, Marko Ylönen und Heikki Rautasalo seine Lehrer waren.

Zwischen 1995 und 1998 studierte er als Stipendiat des polnischen Staates mit Kazimierz Michalik an der Warschauer Chopin-Akademie. Danach setzte er seine Studien bei Philippe Muller am Conservatoire de Paris und als DAAD-Stipendiat an der Stuttgarter Musikhochschule bei Natalia Gutman fort.

2002 wurde ihm in Paris ein Drei-Jahres-Stipendium der Groupe Banques Populaires zuerkannt. Alexander Gebert gewann seinen ersten internationalen Cello-Wettbewerb mit sechzehn Jahren; 1997 wurde er Zweiter im Warschauer Lutoslawski-Wettbewerb, und im Jahr 2000 gewann er hintereinander den 3. Preis des Antonio-Janigro-Wettbewerbs in Zagreb, den 2. Preis sowie den Publikumspreis des Internationalen Wettbewerbs in Genf, und schließlich den 1. Preis im Concorso Valentino Bucchi in Rom.

Alexander Gebert ist in Europa und Nordamerika als Solist und Kammermusiker bei einer Reihe renommierter Musikfeste aufgetreten (u.a. Kuhmo Festival, Oleg-Kagan-Musikfest, Kammermusikfest Lockenhaus, Festival de Deauville, Ravinia Festival, West Cork Music, Beethoven Easter Festival Warsaw).

Besonders wichtig waren ihm Begegnungen und die Zusammenarbeit mit zahlreichen Komponisten unserer Zeit, wie Mauricio Kagel, Salvatore Sciarrino, Friedrich Cerha, Krzysztof Meyer, Krzysztof Penderecki, Albert Schneltzer und Kurt Schwertsik.

In den Jahren 2005-2012 war Alexander Gebert als Cellist des Altenberg Trios Wien tätig. Das Trio hatte sich in mehr als 1000 Auftritten den Ruf eines der wagemutigsten und konsequentesten Ensembles dieser Kategorie erworben: sein Repertoire umfaßt – neben einer großen Anzahl von Werken aus den unmittelbar angrenzenden Bereichen (Klavierquartette und Klavierquintette, Duos, Tripelkonzerte, vokale Kammermusik) – nicht weniger als 200 Klaviertrios, darunter etliche Werke, die das Altenberg Trio selbst angeregt und uraufgeführt hat.

Schon gleichzeitig mit seiner Gründung wurde das Ensemble Trio in residence der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, für die es alljährlich einen Konzertzyklus im Brahms-Saal gestaltet.

In den Jahren 2007-2011 hat Alexander Gebert zwei Recitals jährlich im Musikverein Wien gegeben, mit einer Reihe Erstaufführungen von Auftragswerken solcher Komponisten wie Richard Dünser (“Garden of Desires”, Ed. Peters), Tomasz Skweres (“Hesitation” Ed. Doblinger), Lukas Haselböck, Akos Banlaky, Helmut Schmidinger und Christoph Renhart.

Alexander Gebert gibt regelmäßig Meisterkurse in Finnland, Belgien, Österreich und Polen. Er hat Kammermusik am Konservatorium Wien Privatuniversität, Accademia die Musica di Pinerolo und der Accademia pianistica di Imola unterrichtet, war als Gast-Professor and der Karol Szymanowski Musik Akademie in Katowice tätig, sowie Meisterkurse an Musikhochschulen, Universitäten und im Rahmen von Festivals in Finnland, Polen, Russland, Holland, Italien, Albanien, Dänemark, Mexico, Neuseeland, Korea, Hong Kong und den USA gegeben.

Im Jahr 2010 wurde er als Professor and die Hochschule für Musik in Detmold berufen, und ist dort seit 2015 auch als künstlerischer Prorektor tätig.

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